Überblick
Die Rudolf-Steiner-Schule Ismaning wurde im Januar 1986 von engagierten Eltern und Lehrkräften gegründet. Ihr Ziel: Ein neues Schulangebot für Ismaning und München. Eine Schule, in der Kinder zu selbstbewussten und aktiven Persönlichkeiten heranwachsen können. Eine Waldorfschule.
Mit rund 430 Schülerinnen und Schülern ist die Schule zu einem Ort lebendigen Lernens geworden. Im großzügigen neuen Schulgebäude sind nun auch die optimalen architektonischen Voraussetzungen für einen zeitgemäßen und vielfältigen Schulunterricht geschaffen. Die Rudolf-Steiner-Schule Ismaning ist eine weltanschaulich unabhängige, staatlich genehmigte Ersatzschule in Freier Trägerschaft. Sie ist Mitglied im Bund der Freien Waldorfschulen e.V., Stuttgart und der Landesarbeitsgemeinschaft der Freien Waldorfschulen Bayerns. Sie ermöglicht den Weg zu den staatlichen Abschlüssen Mittlere Reife und Abitur. In die erste Klasse können alle Kinder aufgenommen werden, die die allgemeine Schulreife erreicht haben. Eine Aufnahme in höhere Klassen ist prinzipiell möglich. Über die Aufnahme in die Schule wird nach pädagogischen Gesichtspunkten entschieden. Für interessierte Eltern werden regelmäßig Informationsabende abgehalten. Nähere Informationen sind unter Anmeldung zu finden. Die Lehrerkonferenz trägt gemeinsam die pädagogische Verantwortung. Rechtlich ist die Schule als gemeinnützige Genossenschaft organisiert. Sie verwaltet sich selbst. Einzelne Aufgaben werden durch Wahl und Delegation übertragen. Mit einem Schulgeld beteiligen sich die Eltern an der Finanzierung der Schule. In der Höhe des Schulgeldes werden die finanziellen und sozialen Möglichkeiten der Eltern berücksichtigt.
Die Ziele der Waldorfpädagogik
Das Wissen der Welt wächst unaufhörlich. Die berufliche und private Welt sind im raschen Wandel begriffen. Immer mehr Menschen stehen dem orientierungslos gegenüber. Schule muss sich daran messen lassen, inwieweit sie die Kinder befähigt, ihre Zukunft zu meistern. Die Pädagogik Rudolf Steiners bietet dazu zahlreiche Ansatzpunkte. Gerade in der heutigen Zeit.
In der Diagnose des aktuellen Schulsystems sind sich Eltern und Experten einig. Die Regelschule von heute ist zu einseitig wissensorientiert. Immer weniger gelingt es ihr, die Aufmerksamkeit der Schüler zu gewinnen. Und die Schüler sind auf das künftige Leben kaum vorbereitet. Wissen alleine nützt nichts, man muss es auch einsetzen lernen.
Die Freien Waldorfschulen haben einen anderen Weg eingeschlagen. Ihr Ziel ist die Bildung des ganzen Menschen. In Kurzform: Die Waldorfschule will Kopf, Herz und Hand, oder moderner gesagt, Denken, Fühlen und Handeln, zusammen entwickeln.

Aus diesem Bildungsideal ergibt sich ein anderes Unterrichtskonzept. Nicht Lernstoffe, sondern der Entwicklungsprozess des Einzelnen steht im Mittelpunkt. Kinder entdecken ihre Umwelt und ihre Sinne. Sie lernen, sich auf verschiedenste Weise auszudrücken: in Texten, Bildern, durch Musik, in der eurythmischen Bewegung und im Theaterspiel. Sie sind bewusst Teil der Schulgemeinschaft und übernehmen Verantwortung. Dadurch wird Schule für jedes Kind zu einem individuellen und einzigartigen Erlebnis.
In einer Zeit der schnellen Veränderungen will die Rudolf-Steiner-Schule Ismaning dazu beitragen, dass Kinder Wurzeln schlagen können, sich ihrer Person und der eigenen Fähigkeiten bewusst werden und Aufgaben gemeinsam lösen lernen.
Wer war Rudolf Steiner?
Rudolf Steiner (1861-1925), Naturwissenschaftler und Herausgeber der Naturwissenschaftlichen Schriften J.W. von Goethes, war ein vielfältig interessierter Mensch. Neben seiner natur- und geisteswissenschaftlichen Arbeit – sein philosophisches Hauptwerk "Die Philosophie der Freiheit" erschien 1891- hat er sich bereits seit Abschluss seines Studiums theoretisch und praktisch mit pädagogischen Fragen auseinandergesetzt. Er gab Anstöße für eine Erneuerung in zahlreichen Feldern der Gesellschaft, neben einer Gesellschaftstheorie u.a. in der biologisch-dynamischen Landwirtschaft, der Naturheilkunde, der Architektur und der Pädagogik. 1919 gründete er auf Anregung des Stuttgarter Industriellen Emil Molt im Tabaksaal der Waldorf-Astoria Zigarettenfabrik seine erste Schule. Ihr Ziel: die Bildung des gesamten Menschen.
Der Lehrplan
Was sollen Kinder in der Schule lernen? Und wann sollen sie es lernen? Die Diskussion über die Inhalte des Schulunterrichts können wir bis in die Antike zurückverfolgen: "Non scholae, sed vitae discimus", nicht für die Schule, für das Leben lernen wir, haben wir im Lateinunterricht gelernt. Die Wirklichkeit hat dieser Maxime vielfach nicht entsprochen.
Mit einem Lehrplan, der sich an den Entwicklungsphasen des Kindes orientiert und Kinder und Jugendlichen in ihrer gesamten Persönlichkeit fördert, will die Rudolf-Steiner-Schule Ismaning eine Lebensorientierung vermitteln. Denn der Erwachsene von Morgen wird sich stets neu orientieren müssen. Deshalb sollte er vor allem das Lernen lernen. Die neuen Unterrichtsinhalte der Hauptfächer werden an der Waldorfschule grundsätzlich im Hauptunterricht vermittelt. Dieser findet in Unterrichtsepochen von jeweils 3 - 4 Wochen Dauer statt. Ergänzt wird der Hauptunterricht durch den Fachunterricht in verschiedenen Fächern. In den einzelnen Schulstufen stehen unterschiedliche, durch den jeweiligen Entwicklungsstand der Kinder bedingte Betrachtungsweisen im Vordergrund. In den ersten drei Klassen werden die Sinne der Kinder geweckt. Im Formenzeichnen beispielsweise erarbeiten sie sich ein Gefühl für Dimensionen und Größenordnungen, beim Malen mit Wasserfarben erschließen sich die Kinder den "Klang einer Farbe".
Sprechend lernen die Kinder bereits von der ersten Klasse an zwei Fremdsprachen und erleben dabei auch andere Sichtweisen der Welt. In den 4.-6. Klassen nehmen sich die Kinder zunehmend als etwas Eigenes wahr. Hier rückt das Wahrnehmen und Verstehen der Welt in den Vordergrund - Grundlage zu einer späteren wissenschaftlichen Wahrnehmung. In allen Fächern steht nun die Erarbeitung von Zusammenhängen und Grundregeln im Vordergrund. Von der 7. Klasse an differenzieren sich die Schulfächer und Themen weiter. Die Ausbildung von Urteilsfähigkeit erhält eine stärkere Bedeutung im Unterricht. Kreativ-künstlerische Impulse und eine fundierte naturwissenschaftliche Grundbildung sind auch in der Oberstufe zwei wichtige Säulen des Unterrichts.
Die Vielschichtigkeit des Hauptunterrichts zeigt der folgende Überblick:
Der Epochenunterricht
| 1.-3. Klasse |
4.-6. Klasse |
7.-8. Klasse |
9. Klasse |
10. Klasse |
11. Klasse |
12. Klasse |
13. Klasse |
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| Die Sinne entdecken |
Die Welt verstehen |
Arbeiten mit den Gesetzen der Welt |
Die Gesetze der Welt verstehen |
Rückblick |
Einblick |
Überblick |
Vorbe- reitung auf die Prüfungen |
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| Sachkunde |
Naturkunde |
Naturkunde |
Natur- wissen- schaften |
Natur- wissenschaften |
Natur- wissen- schaften |
Natur- wissen- schaften |
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Feldbau Hausbau Handwerk |
Heimatkunde |
Geographie: Europa und die Welt |
Geologie |
Geographie: Wetter- und Klimakunde |
Geographie: Kartographie/ Astronomie |
Globale Kultur, Wirtschafts- geographie |
Das Abitur |
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Pflanzen-, Tierkunde (der nahe Umkreis) |
Völkerkunde |
Sinnes- und Stoffwechsel- system |
Biologie: Knochensystem, Morphologie |
Zellenlehre; Vererbungs- lehre |
Biochemie, Prozesse |
Die Mittlere Reife |
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Himmels- kunde (der weite Umkreis) |
Menschen- kunde, Gesundheits- und Ernährungs- lehre |
Chemie der Naturprozesse |
anorganische Chemie |
Chemie: Elementen- lehre |
Optik |
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Physik (die Grundkräfte) |
Physik, Chemie, Wirtschafts- kunde |
Physik: technische Anwendungen |
Physik: Mechanik |
Physik: Elektrizität, Strahlen- physik |
Theoretische Physik |
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| Rechnen |
Rechnen |
Rechnen |
Mathematik |
Mathematik |
Mathematik |
Mathematik |
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| Zahlen und ihre Beziehung zur Welt Grund- rechen- arten |
Brüche und Prozente |
Algebra geometrische Lehrsätze |
Kombinatorik, Gleichungen, Kegelschnitte |
Trigonometrie, Potenzen, höhere Wurzeln, Logarithmus |
analytische und projektive Geometrie, Funktionen- lehre |
Differential- und Integral- rechnung, Vektor- geometrie |
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| Formen- zeichnen |
Formen- zeichnen |
Formen- zeichnen, Zeichnen |
Zeichnen, Geometrie |
Geometrie |
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| Form und Bewegung |
Vom Ornament zur Geometrie |
Perspektive, Schatten- lehre, Sachzeichnen |
Darstellende Geometrie |
Darstellende Geometrie |
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| Mutter- sprache |
Deutsch |
Deutsch |
Deutsch |
Deutsch |
Deutsch |
Deutsch |
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Laut - Bild - Buchstabe Schreiben, Lesen Erste Grammatik Märchen, Fabeln, Altes Testament |
Selbst- ständiges Schreiben, Grammatik, Sagen, Geschichten |
Sach- darstellung, Grammatik und Stil Novellen, Dramen, Balladen, Biographien, Klassenspiel |
Klassik bis Moderne Humor und Tragik |
Sprach- geschichte, Alte Dichtung in Bezug zur Moderne |
Parzival Klassische und moderne Dramen |
Goethes Faust Überblick über die Literatur- geschichte Abschluss- spiel |
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Geschichte |
Geschichte |
Geschichte |
Geschichte |
Geschichte |
Geschichte |
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Alte Kulturen bis Rom |
bis zur Gegenwart |
Die Neuzeit (Ideen, Impulse, Wirklichkeit) |
Alte Kulturen bis zur Antike |
Wurzeln und Werden des Abendlandes |
Die Gegenwart Universal- geschichte |
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Kunst- geschichte |
Kunst- geschichte |
Kunst- geschichte |
Kunst- geschichte |
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Die bildende Kunst |
Poetik |
Musik |
Architektur |
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Praktika |
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Forst- praktikum (7.Klasse) |
Landwirt- schaftliches Praktikum |
Vermessungs- praktikum |
Sozial- praktikum |
Bildhauer- praktikum (z.Zt. Toskana) |
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Der Unterrichtsalltag
Wer Spaß am Lernen hat, seiner eigenen Neugier folgen kann, lernt besser. Wer Wissen erwirbt, indem er selbst Erfahrungen macht, begreift nachhaltiger. Wer frühzeitig lernt, sich und sein Wissen darzustellen, wird selbstbewusster.
Die Waldorfschule beruht auf der Menschenkunde Rudolf Steiners und hat ihre Lehrweise konsequent auf psychologische und physiologische Erkenntnisse ausgerichtet. Deshalb unterscheidet sich der Unterrichtsalltag von dem der Regelschule.

Konzentration auf das, was ansteht. Jeden Morgen setzt sich die Klasse im Morgenkreis zusammen und spricht zusammen den Morgenspruch. So kommen die Kinder bewusst in der Schule an und beginnen gemeinsam und konzentriert den Tag.
Die neue Ordnung des Tages. In den ersten zwei Stunden wird an den neuen Unterrichtsinhalten gearbeitet. Die darauffolgenden Stunden werden schwerpunktmäßig für den Fremdsprachenunterricht und die Vertiefung der Inhalte genutzt. Die fünfte und sechste Schulstunde ist vorrangig den Bewegungsfächern vorbehalten. Diese Tagesgliederung trägt der Aufmerksamkeitskurve der Kinder Rechnung.
Die Schwerpunktsetzung im Epochenunterricht. Der Hauptunterricht ist in Epochen von drei bis vier Wochen gegliedert. Über diesen Zeitraum erarbeiten die Schüler gemeinsam mit dem Lehrer ein Thema. Die Konzentration auf ein Thema erhöht die Intensität des Lernens. Die Arbeitsschritte und -ergebnisse sind in den Epochenheften dargestellt, die jeder Schüler führt. In späteren Unterrichtsphasen wird der Unterrichtsinhalt wieder aufgenommen und dadurch im Langzeitgedächtnis verankert. Neuer Unterrichtsstoff wird in drei Lernschritten erarbeitet. Während des ersten Lerntages wird der Unterrichtsstoff erlebbar gemacht. Am zweiten Tag folgt die Begriffsbildung. Am dritten Tag halten die Schüler das Gelernte im Hefteintrag fest.

Sich darstellen und äußern. Kinder sind keine "Objekte des Lernens". Von der ersten Klasse an übernehmen die Kinder einen wesentlichen Beitrag für den Unterricht. In regelmäßigen Monatsfeiern stellen alle Klassen der Schulgemeinschaft künstlerisch oder spielerisch vor, womit sie sich momentan auseinandersetzen. Die frühe darstellende und künstlerische Einübung findet seinen Ausdruck in der hohen Qualität der Klassenspiele, durchgeführt in der 8. und 12. Klasse.
Handelnd die (Arbeits-)Welt kennenlernen. Bereits in der Unterstufe sammeln die Kinder in der Landwirtschafts-, Handwerks- und Hausbauepoche eigene praktische Erfahrungen: sie bestellen einen Acker, backen Brot und bauen gemeinsam ein Haus. Ab der neunten Klasse gehen die Jugendlichen verstärkt nach außen: auf das Landwirtschaftspraktikum folgen ein Vermessungs- und ein Sozialpraktikum sowie in der 12. Klasse eine Studienfahrt mit Bildhauerpraktikum.
Alte und neue Kulturtechniken lernen. Durch die Beschäftigung mit den Kulturtechniken und der Geschichte unserer Gesellschaft eignen sich die Kinder und Jugendlichen die Wurzeln unserer Kultur an: eine wichtige Grundlage, um sich den Herausforderungen unserer Zeit stellen zu können. Auch Computer und moderne Informationstechnologien sind Bestandteil des Unterrichts. Das Ziel: Der aktive und selbstbewusste Umgang mit modernen Technologien. Die Rudolf-Steiner-Schule Ismaning verfügt über einen Computerraum mit überdurchschnittlicher Ausstattung.
Die neue Schule
Neue Gedanken greifen Raum. In zehnjähriger Zusammenarbeit von Lehrern, Eltern und Schülern ist eine unverwechselbare Waldorfschule entstanden. Eine Schule, die Wurzeln geschlagen hat. Eine Schule, die sich kritisch überprüft. Eine Schule, die sich daran messen lassen will, welche Antworten sie auf die Fragen des einundzwanzigsten Jahrhunderts geben kann.
Für die Rudolf-Steiner-Schule Ismaning hat seit Juni 2002 eine neue, spannende Phase begonnen. Nach Jahren der Improvisation, nach intensiver Diskussion zwischen Eltern, Lehrkräften und Architekten hat die Schule ihre äußere Gestalt gefunden. In Ismaning ist ein großzügiges Schuldorf entstanden, das Raum lässt für Konzentration, Arbeit und Lernen, aber auch Spaß, Bewegung, Kreativität und Freizeit. In der Dorfstraße 77 im Südosten Ismanings ist auf einer Fläche von 3,6 Hektar die neue Schule entstanden. Die großzügige Gliederung des Schuldorfs ermöglicht es, verschiedene Anforderungen gleichermaßen zu berücksichtigen. Glas und eine gut wärme-dämmende Holzbauweise vermitteln einen freundlichen Gesamteindruck. Das im wesentlichen flache Gebäudeensemble verfügt in weiten Teilen über Grasdächer, teilweise über geneigte Blechdächer, zumeist in Pultausführung. Im Inneren schaffen gemauerte und geputzte Innenflächen einen angemessenen und zurückhaltenden Rahmen für Unterricht und die Entfaltung der Kreativität. Über große Fensterflächen und zusätzliche Oberlichte gewinnt das Gebäude einen lichten und zurückhaltenden Charakter. Im Mittelpunkt des Gebäude-Ensembles liegt das zweistöckige Saal- und Empfangsgebäude, dem neben der Cafeteria, den Musikräumen und der Verwaltung die Unterstufe direkt angegliedert ist. Gemeinsam mit dem Mittelstufen- und dem Oberstufengebäude umschließen sie den großen Pausenhof. In dem noch zu erstellenden Handwerkerhof, der von der Rückseite des Mittelstufengebäudes und dem Werkgebäude begrenzt werden wird, soll Raum sein für handwerkliche und kreative Arbeiten. Die Klassenzimmer der verschiedenen Jahrgangsstufen haben die ihnen gemäße Form. Die dem Kreis angenäherte Form des Klassenzimmers der beiden ersten Stufen betont die Zuwendung zueinander. In den späteren Jahrgängen unterstützt die sachliche, rechteckige Form der Unterweisung. Die Oktaeder-Form der Klassenzimmer der Oberstufe schaffen Raum für den Dialog zwischen Lehrkraft und Schülern.
Fotos und weitere Informationen zum Neubau
Das Eltern- und Lehrerengagement
Schule ist nicht nur Lern-, sie ist auch Lebensraum. Die Verantwortung der Lehrer und Eltern für den Entwicklungsprozess der Kinder ist die Basis einer erfolgreichen Schule. Ihr und das Engagement der Schüler trägt sie. Wir erleben: Schule ist nichts Starres, Festes, sie ist gestaltbar, ein Ort der Begegnung. Dadurch gewinnt sie ihre eigene Individualität, ihren Wert für Schüler, Lehrer und Eltern.
Lehrkräfte und Eltern prägen gemeinsam die Schule. In verschiedenen Arbeitskreisen leisten sie, nach eigenen Interessen und Fähigkeiten, ihren persönlichen Beitrag. Neben Vorstand, Finanzausschuss und Baukreis sind eine Vielzahl an Arbeitskreisen entstanden, die es allen Eltern ermöglichen, sich einzubringen.
Schüler bringen sich ein. Über die Schülermitverwaltung bringen sie ihre Interessen in die Schulgemeinschaft ein. In der Schülerzeitung "Durchzug" artikulieren die Schüler ihre Interessen und Sichtweisen.
Die Höhepunkte des schulischen Lebens sind seine Festlichkeiten. Das Sommerfest und die Adventsfeier, die Monatsfeiern, das Lehrerspiel bzw. die Klassenspiele sind gern genutzte Möglichkeiten, miteinander ins Gespräch zu kommen. Über das zweiwöchentlich erscheinende Dienstagsblatt werden alle Eltern über das schulische Leben informiert.
Erziehung ist Begleitung. Lehrkräfte und Eltern sind für die Entwicklung der Kinder gemeinsam verantwortlich. Notwendig ist der Austausch zwischen ihnen. Denn das Verhalten der Kinder erschließt sich oft erst in einer Gesamtbetrachtung von Schule und Familie.
Lehrkräfte sind Begleiter und Ratgeber. Erziehung ist ein langfristiger Prozess, in dem Vertrauen zueinander wächst. Die Rudolf-Steiner-Schule bietet einen Rahmen, der das Gespräch und den Austausch zwischen Eltern und Lehrern fördert. Bis hin zu langjährigen Freundschaften.
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