Verein "Schüler als Unternehmer"

Schülerfirma etabliert sich

Diesen Freitag haben 3 Schüler der 12. Klasse im Eurythmiesaal über ihre Reise nach Kenia berichtet.
Der Trägerverein der Schülerfirma hatte davor seine jährliche Mitgliederversammlung, in der das Jahr zusammengefasst wurde.

Schülerfirma

Vor fünf Jahren schlug eine Lehrerin vor, die Schüler mit Projekten und Selbständigkeit zu einer anderen Form des Lernens zu führen. Wir übernahmen die Aktivitäten eines Vereins, der afrikanische Geschenkartikel an Weihnachtsmärkte verschickte.
Die Schülerfirma Nyendo gibt es immer noch. Bis vorletztes Jahr fanden sich jeweils 3 Schüler aus den Klassen 8 bis 11, die in ihrer Freizeit den Handel organisierten und die Schülerfirma entwickelten. Die Schüler überweisen jedes Jahr 5.000 Euro nach Afrika, dort können damit 12 Kinder unterrichtet und untergebracht werden.
Letztes Jahr kämpften wir mit einem eklatanten Nachwuchsmangel, der dieses Jahr durch eine Schwemme an Schülern der 9. Klasse kompensiert wird.

Einkauf in Kenia

Die Schüler der 11. Klasse fahren zum Schuljahresende nach Kenia, um an der Schule ihr Sozialpraktikum abzuleisten und neue Waren einzukaufen. Dieses Jahr wurde sehr professionell geplant und katalogisiert. Die Schüler kaufen auf dem Markt ein bzw. bestellen dort die Herstellung. Sie transportieren die Waren in die Schule mit dem Schulbus, zählen, packen und geben sie bei der Spedition im Flughafen auf. Dieses Jahr war das besonders schwierig, sie waren 8 Mal beim Flughafen.
Von der diesjährigen Reise haben die Schüler in einem eindrücklichen audiovisuellen Vortrag berichtet, den sich 40 Besucher angeschaut haben. Ich habe ihn genossen, insbesondere die Musik von einem sehr erfahrenen afrikanischen Musiker.

Packtag

Die Waren werden von den jüngeren Schülern in Ismaning in Pakete verpackt, die an die Weihnachtsmärkte geschickt werden. Dieses Jahr waren das 20 Pakete, die von 20 Schülern im Rahmen des WOW days gepackt wurden. In den Jahren davor waren es genauso viel Pakete mit halb so vielen Schülern.

Schülerfirmenverein

Die wirtschaftlichen Aktivitäten der Schüler passen nicht in das Konzept der Schule, die Schüler können ihre Geschäfte aber auch nicht selbst verantworten. Also gründeten ein knappes Dutzend Eltern und Lehrer der Schule einen Schülerfirmenverein. Dieser Verein beschäftigt mittlerweile Irmgard Wutte und Christa Mumme als Übungsleiterinnen, die die Schüler betreuen, den Geschäftsbetrieb aufrechterhalten und die Idee weiterentwickeln. Die Gehälter werden finanziert durch Stiftungen, die Unternehmer unter den Vereinsmitgliedern und Mitgliedsbeiträge. In diesem Schuljahr wird die Schule die Kosten von einer Übungsleiterin bezahlen. Dies geschieht aus öffentlichen Mitteln zum Ausbau der Nachmittagsbetreuung.
Der Verein hat seine langjährigen Vorstände Roland Lehle (freiberuflicher Ingenieur) und Gunda Kayser (Lehrerin für die Nachmittagsbetreuung) bestätigt. Fünf Schüler sind vor der Sitzung Mitglieder geworden und haben der Erhöhung des Mindestbeitrags auf 12 Euro / Jahr zugestimmt.