Theaterstück "Corpus Delicti" der 12. Klasse

Die 12. Klasse der Waldorfschule Ismaning lud in diesem Jahr zu ihrem Klassenspiel ein und präsentierte mit „Corpus Delicti“ von Juli Zeh ein anspruchsvolles und hochaktuelles Theaterstück. Die Inszenierung entführte das Publikum in eine nicht allzu ferne Zukunft, in der die sogenannte Methode das gesellschaftliche Leben bestimmt und Gesundheit zur obersten Pflicht erhoben wird.

Im Mittelpunkt der Handlung stand die Figur der Mia Holl, deren anfängliche Überzeugung von den Prinzipien des Systems zunehmend ins Wanken gerät. Ausgelöst durch die Verurteilung ihres Bruders entwickelte sich ein eindringlicher Konflikt zwischen individueller Freiheit und staatlicher Kontrolle, der von den Darstellenden eindrucksvoll auf die Bühne gebracht wurde.

Die Aufführung überzeugte durch ihre inhaltliche Tiefe sowie durch die engagierten schauspielerischen Leistungen der Schülerinnen und Schüler. Auch die Inszenierung verstand es, die zentralen Fragen des Stücks – nach dem Verhältnis von Sicherheit und Freiheit sowie nach den Grenzen staatlicher Eingriffe in das Privatleben – eindringlich und nachvollziehbar zu vermitteln.

Das Publikum zeigte sich beeindruckt und würdigte die Darbietung mit langanhaltendem Applaus. Insgesamt kann die Aufführung als großer Erfolg gewertet werden, die sowohl künstlerisch als auch inhaltlich einen bleibenden Eindruck hinterließ.

 

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